Recruiting-Trends 2022 – Was medizinische Einrichtungen wissen sollten

Es ist ein nie abreißendes Thema, der Fachkräftemangel. In fast allen Branchen suchen Unternehmen qualifiziertes Personal. Das Problem: Mittlerweile herrscht ein noch größerer Fachkräftemangel als schon vor der Corona-Pandemie und viele Unternehmen stehen unter enormen Druck, die besten Talente möglichst vor der Konkurrenz vom Arbeitsmarkt abzugreifen. Der Deutsche Industrie und Handelskammertag e.V. hat vor diesem Hintergrund einen Fachkräftereport für 2021 erstellt. Es wurden insgesamt 23.000 Unternehmen befragt, von welchen über 50% mit einem gezielten Employer Branding auf die Situation reagieren wollen. Weiterhin soll die Work-Life-Balance im Vordergrund stehen, um den Angestellten unter anderem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Vom Konzept der Work-Life-Balance waren rund 34% der befragten Unternehmen überzeugt.

Auch dieses Jahr stehen Employer Branding und Work-Life-Balance weiterhin ganz oben auf der Liste von HR-Verantwortlichen. Aber das sind nicht die einzigen Trends, die Personaler auf dem Schirm haben sollten.

Trend 1: Employer Branding für mehr Präsenz

Durch ein gezieltes Employer Branding wollen sich Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber im Markt positionieren. Denn noch immer ist die Anzahl der offenen Stellen in den meisten Branchen größer als die Anzahl der geeigneten Bewerber. Beim Employer Branding kommt es vor allem darauf an, den Bewerber beziehungsweise die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen. Wichtig ist, diesen gegenüber ehrlich, authentisch und transparent aufzutreten. Zu einem guten Employer Branding gehören auch die passenden Karrieremodelle, da die Top-Talente immer öfter nach Arbeitgebern Ausschau halten, die ihnen attraktive Perspektiven bieten können. Dies gilt auch für Personaler im Medizinsektor, denn auch Ärzte möchten eher früher denn später die Früchte für ihre Arbeit ernten.

Trend 2: Work-Life-Balance als oberste Priorität

Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, flexible Arbeitszeiten, sowie die Möglichkeit, sich um ihre Gesundheit kümmern zu können, mittlerweile oberste Priorität. Deshalb sollten Personaler für eine gute Work-Life-Balance sorgen, indem beispielsweise ansprechende Zusatzangebote, wie sportliche Aktivitäten oder Erholungsangebote, geschaffen werden und auch mobiles Arbeiten angeboten wird.

Trend 3: Gleichberechtigung und Diversity mehr als nur ein Nice-to-have

Für viele Kandidaten ist es mittlerweile ein Bewerbungskriterium, wie Unternehmen zu den Themen Gleichberechtigung und Diversity stehen, dies konkret umsetzen und in ihrer Unternehmensphilosophie verankern. Schon eine geschlechtergerechte Stellenausschreibung kann zu einem erheblichen Anstieg an Bewerbungen führen. Wichtig ist, dass man seinen Bewerbern vermittelt, dass man dies wirklich ernst nimmt und auch im Arbeitsalltag einen respektvollen Umgang pflegt. Ein starkes Signal senden vor allem die Unternehmen, in welchen Frauen Führungspositionen bekleiden. Mittlerweile gibt es einige Leadership-Initiativen, die Frauen gezielt fördern. Ein Beispiel dafür ist die Initiative „Pro Quote Medizin – mehr Frauen an die Spitze“, die vom Deutschen Ärztinnenbund e.V. begleitet wird. Diese Initiative setzt sich für einen höheren Anteil an Frauen in medizinischen Führungspositionen ein und möchte diese mit Hilfe eines speziellen Mentoring-Programms in die Top-Positionen bringen.

Trend 4: Social-Media-Recruiting ist ein absolutes Muss

Um qualifizierte Bewerber zu finden, reicht es heutzutage nicht mehr, auf zahlreichen Jobbörsen präsent zu sein. Laut dem Digital Report 2022 nutzen knapp 73 Millionen Menschen in Deutschland verschiedenste Social-Media-Kanäle. Wer also die Top-Talente vor der Konkurrenz vom Arbeitsmarkt abgreifen möchte, sollte sich auf jeden Fall mit Social Media Recruiting auseinandersetzen. Dabei kann man auf Social Profiling oder Performance Recruiting im Rahmen von Anzeigen oder über die Business-Netzwerke wie LinkedIn und XING auf Active Sourcing setzen. Der Vorteil: Man kann auf diesem Wege auch passive Kandidaten auf sich aufmerksam machen.

Trend 5: Vereinfachung dank Digitalisierung

Die Digitalisierung im Recruiting ist 2022 weiterhin auf dem Vormarsch und viele Unternehmen haben deutschlandweit erkannt, dass diese einige Vorteile mit sich bringt. Durch virtuelle Bewerbungsgespräche können Termine deutlich schneller und einfacher abgehalten werden. Diese Flexibilität wirkt sich wiederum positiv auf die Anzahl der Bewerbungen aus, da viele Bewerber den digitalen Erstkontakt aufgrund der Zeitersparnis favorisieren. Bewerber wünschen sich entsprechend auch schnellere Bewerbungsverfahren. Das bedeutet: weg von der umfangreichen Bewerbung mit einem langen Anschreiben, hin zur One-Click-Bewerbung. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass alle Bewerber bei den digitalen Verfahren die gleichen Chancen haben, beispielsweise indem man sich ausschließlich auf Berufserfahrung, Fähigkeiten und Kenntnisse der Bewerber konzentriert.

Trend 6: Paid-Ads-Strategie zahlt sich aus

Um Kandidaten auf sich aufmerksam zu machen, lohnt es sich, ergänzend in Paid Media zu investieren. Besonders ergebnisreich ist aktuell die Business-Plattform LinkedIn. Mit einer passenden Anzeigenkampagne können über LinkedIn Ads viele qualifizierte Bewerber gewonnen werden. Der Vorteil dieser Anzeigen: Man kann die Zielgruppe anhand von Berufsbezeichnungen vordefinieren, sodass in Folge nur passende Kandidaten angesprochen werden. Im vergangenen Jahr erhielt EMC Adam beispielsweise über LinkedIn Ads im Schnitt knapp 100 Bewerber-Leads pro Monat und konnte darüber eine Vielzahl an spannenden Bewerbern für Kliniken und Praxen deutschlandweit akquirieren.

Trend 7: Künstliche Intelligenz als Add-on

Chatbots werden künftig noch mehr Anwendung finden, da sich Jobsuchende meistens außerhalb der Kernarbeitszeiten von Personalern bewerben und ungern lange auf Rückmeldung zu etwaigen Vorabfragen warten. Hier kann ein Chatbot Abhilfe schaffen, der Bewerbern rund um die Uhr zur Verfügung steht. Hinzu kommt, dass ein Chatbot die Personalverantwortlichen bei zeitraubenden Aufgaben, wie Vorabfragen, entlasten kann. So lässt sich das stetig wachsende Arbeitspensum der Personaler an dieser Stelle reduzieren. Da die Entwicklung und das Trainieren von Chatbots oft viel Budget und Zeit verschlingt, lohnt sich ein Chatbot eher für große medizinische Einrichtungen, die deutschlandweit vertreten sind.

Unser Fazit: Gerade im Medizinsektor sollten Recruiter auf ein gezieltes Employer Branding und ein strategisches Social Media Recruiting in Kombination mit LinkedIn Ads setzen. Auf diesem Wege kann die Sichtbarkeit am Markt stetig erhöht und Ärzte auf Stellensuche am besten erreicht werden.

© AdobeStock / Deemerwha studio

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