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Top gesucht, schwer gefunden: Warum Chefarztpositionen so schwer zu besetzen sind

© Adobe Stock / Romolo Tavani

Der Fachkräftemangel wird oft mit Pflegepersonal und ärztlichem Nachwuchs in Verbindung gebracht. Doch während in vielen Bereichen händeringend gesucht wird, gerät ein ebenso entscheidender Bereich zunehmend unter Druck: die Besetzung von Chefarztpositionen. Die Kombination aus medizinischer Expertise, Führungsstärke und strategischem Weitblick ist selten und kaum über klassische Wege zu finden. EMC Adam begleitet medizinische Einrichtungen seit über zwei Jahrzehnten dabei, genau diese Schlüsselrollen nachhaltig zu besetzen.

 

1. Absolventenzahlen steigen, aber der Engpass bleibt

Deutsche Hochschulen verzeichnen doch immer mehr Medizinstudierende? Reicht das nicht, um den Engpass an Chefärzten langfristig auszugleichen? Der Ersatzbedarf durch altersbedingt ausscheidende Ärzte übersteigt diesen Zuwachs. Laut Deutscher Krankenhausgesellschaft wird der Anteil freiwerdender Stellen bis 2030 weiter steigen, insbesondere in leitenden Funktionen. Besonders betroffen sind dabei kleinere und mittelgroße Kliniken, die mit großen Trägern um erfahrenes Führungspersonal konkurrieren.

 

2. Hohe Anforderungen der Chefarztrolle

Die Anforderungen an Chefärzte gehen weit über die fachliche Qualifikation hinaus. Erwartet wird nicht nur medizinische Expertise, sondern auch Führungsverantwortung, wirtschaftliches Denken sowie die Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit. Gleichzeitig spielen Forschungsaktivitäten und die Repräsentation der Klinik eine zunehmend wichtige Rolle.

Diese Vielschichtigkeit führt dazu, dass potenzielle Kandidaten zwar vorhanden sind, jedoch selten auf dem offenen Stellenmarkt erscheinen. Hinzu kommen Standortfaktoren, familiäre Rahmenbedingungen oder bereits bestehende Verträge mit langfristiger Perspektive. Die Wechselbereitschaft ist entsprechend gering, selbst dann, wenn Interesse an neuen Herausforderungen besteht.

 

3. Klassische Ausschreibungen reichen oft nicht aus

Viele Klinikleitungen berichten von ähnlichen Erfahrungen: Trotz klar definierter Stellenprofile und gut platzierter Ausschreibungen bleiben Bewerbungen aus. Interne Optionen sind vorhanden, aber häufig nicht auf die Führungsrolle vorbereitet oder aufgrund fehlender Managementerfahrung ungeeignet.

Die Folge sind langwierige Vakanzzeiten mit Auswirkungen auf die Struktur und das Arbeitsklima. Teams müssen ohne klare Leitung funktionieren, Entscheidungen werden verzögert getroffen, strategische Vorhaben aufgeschoben. Die Suche wird personell wie wirtschaftlich zur Belastung.

 

4. Was erfolgreiche Besetzungen unterscheidet

In der Praxis zeigt sich, dass erfolgreiche Chefarztbesetzungen selten auf klassischen Wegen entstehen. Vielmehr geht es darum, den potenziellen Wechsel frühzeitig mit gezielter Ansprache, realistischen Rahmenbedingungen und einem professionell begleiteten Auswahlprozess vorzubereiten.

Dazu gehört auch, neue Modelle zu denken: Teilzeit in Führungspositionen, Tandemlösungen oder eine gezielte Entlastung bei administrativen Aufgaben können entscheidende Impulse setzen. Ebenso wichtig ist die persönliche Ebene: Viele Kandidaten erwarten einen Austausch auf Augenhöhe und ein Verständnis für individuelle Entwicklungsperspektiven.

 

5. Beispiel aus der Praxis: Neue Wege statt langer Wartezeit

Eine Klinik der Grund- und Regelversorgung in Süddeutschland stand vor der Herausforderung, die Leitung der Inneren Medizin neu zu besetzen. Der langjährige Chefarzt ging in den Ruhestand, eine Nachfolge war nicht in Sicht. Die interne Ausschreibung verlief ergebnislos, auf externe Stellenanzeigen reagierten kaum passende Profile. Trotz Bemühungen blieb die Stelle mehrere Monate unbesetzt mit spürbaren Auswirkungen auf die Teamstruktur und die strategische Entwicklung des Fachbereichs. Erst als die Klinik bereit war, von klassischen Pfaden abzuweichen und flexiblere Rahmenbedingungen zu schaffen, gelang es, eine geeignete Kandidatin zu gewinnen. Die Position wurde schließlich mit einer erfahrenen Ärztin in Teilzeit besetzt, verbunden mit der Möglichkeit zur Forschungsarbeit und aktiver Teamgestaltung.

Solche Beispiele zeigen, wie komplex und individuell die Besetzung von Chefarztpositionen ist. Standardisierte Verfahren stoßen hier oft an ihre Grenzen. Genau an diesem Punkt setzt EMC Adam an: durch gezielte Direktansprache, fundierte Marktkenntnis und ein Netzwerk aus bereits geprüften, wechselbereiten Führungspersönlichkeiten. In enger Abstimmung mit der Klinik werden individuelle Anforderungen, Standortfaktoren und Entwicklungsperspektiven berücksichtigt, mit dem Ziel, nicht nur eine Lücke zu schließen, sondern eine langfristige Passung zu schaffen.

 

6. Fazit

Die Besetzung von Chefarztpositionen zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben im medizinischen Recruiting. Der klassische Weg über Ausschreibungen führt dabei oft nicht zum Ziel. Wer geeignete Persönlichkeiten gewinnen möchte, braucht Zugang zu passiven Kandidaten, Verständnis für deren Lebenswirklichkeit und einen klar strukturierten Prozess. Die Herausforderung ist groß, doch mit dem richtigen Ansatz gut lösbar.

 

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