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"Wir sind bekannt in der Region." Das war lange tatsächlich genug, doch viele medizinische Einrichtungen verlassen sich noch immer auf ihren historisch gewachsenen Ruf als Arbeitgeber und wundern sich, warum die Bewerbungspostfächer leer bleiben. Die Antwort ist unbequem, denn wer heute nicht online sichtbar ist, existiert für einen wachsenden Teil der Fachkräfte schlicht nicht. Die Generation Z, also all jene, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden und gerade als Assistenzärzte, medizinische Fachangestellte und junge Führungskräfte in den Arbeitsmarkt eintreten, verhält sich bei der Arbeitgebersuche wie beim Online-Shopping: recherchieren, vergleichen, entscheiden. Und das Ganze digital.
Bewerber informieren sich über einen potenziellen Arbeitgeber, bevor sie sich bewerben. Sie besuchen die Karriereseite, sofern es eine gibt, und lesen aber auch Bewertungen auf Kununu oder Google. Auf LinkedIn werden das Unternehmensprofil sowie Beiträge und Artikel angeschaut. Die Bewerber sind auf der Suche nach Einblicken in den Unternehmensalltag, nach Mitarbeiter-Gesichtern und möchten einen Eindruck von der Unternehmenskultur gewinnen. Was finden sie, wenn sie nach Ihrer medizinischen Einrichtung googeln? Ist Ihr Webauftritt auf dem aktuellsten Stand?
Es gibt Krankenhäuser, die eine internationale Reputation vorweisen können mit Chefärzten, die in Fachkreisen als Koryphäen gelten. Diese Einrichtungen können zum einen von Ihrem medizinischen Ruf profitieren. Es gilt hier jedoch auch: Fachlicher Ruf und Arbeitgeberreputation sind nicht immer dasselbe. Denn wer eine Klinik für ihre Herzchirurgie bewundert, informiert sich trotzdem auf Kununu nach dem Arbeitsklima. Und wer den Namen eines Chefarztes aus dem Studium kennt, recherchiert auf den verschiedenen Online-Kanälen, wie es ist, dort wirklich zu arbeiten. Medizinische Einrichtungen, die nicht von überregionalen Namen profitieren, können oftmals nur über Ihre Online-Reputationen überzeugen. Potenzielle Bewerber, denen keine weiteren Informationen über den potenziellen Arbeitgeber vorlegen, nutzen daher alle digitalen Kanäle, die Informationen über die medizinische Einrichtung liefern.
Die Generation Z tickt anders als die Generationen vor ihr. Wer diese Gruppe als Arbeitgeber ansprechen will, muss verstehen, wo und wie sie Informationen aufnimmt:
• Authentizität vor Hochglanz: Mit Imagefilmen kann man diese Generation nicht überzeugen, es zählen echte Einblicke in den Arbeitsalltag.
• Gefordert wird Transparenz über Arbeitsbedingungen wie Dienstplanung, Work-Life-Balance, und Weiterbildungsmöglichkeiten.
• Reaktive Kommunikation: Die Social-Media-Kanäle müssen nicht nur gepflegt, sondern auch für die Kommunikation genutzt werden. Die Digitalisierung des Employer Brandings erfordert Haltung und die bewusste Entscheidung, als Arbeitgeber online sichtbar und ansprechbar zu sein.
Digitales Employer Branding bedeutet nicht, täglich auf Instagram zu posten oder eine Recruiting-Kampagne mit Hochglanzproduktion aufzusetzen. Wichtig sind die Grundlagen:
• Eine aktuelle, übersichtliche Karriereseite mit echten Ansprechpartnern und klaren Stellenbeschreibungen.
• Ein gepflegtes Kununu-Profil: Die eigegangenen Bewertungen müssen gelesen und auf mögliche Kritik muss sachlich geantwortet werden. Die Plattform kann genutzt werden, um Stärken sichtbar zu machen.
• Regelmäßige Präsenz auf LinkedIn: Hier muss nicht täglich ein Beitrag erscheinen, es sollte jedoch in einer Konsistenz Einblicke in den Berufsalltag, Weiterbildungen und Projekte gegeben werden.
• In dem Google-Unternehmensprofil gilt es die aktuellen Öffnungszeiten, Fotos sowie Antworten auf Bewertungen zu pflegen.
Es gibt Kliniken, die hervorragende Arbeitgeber sind, mit fairen Bedingungen, engagierten Teams und echter Wertschätzung. Und trotzdem bleiben Stellen oft unbesetzt. Grund hierfür ist die fehlende Übereinstimmung des Bildes nach außen. Eine Stellenanzeige zu schalten ist heute das Minimum. Doch was sieht ein Kandidat, wenn er nach Ihrer medizinischen Einrichtung googelt, nachdem er die Anzeige gelesen hat? Findet er eine aktuelle und ansprechende Karriereseite? Bekommt er die Möglichkeit einen Einblick in den Berufsalltag in ihrer Einrichtung zu erhalten? Wer an diesem Punkt kein überzeugendes Bild liefert, der verliert potenzielle Kandidaten und dies still, ohne Absage und ohne Feedback. Folglich klickt der Bewerber einfach weiter. Digitale Sichtbarkeit ist die Voraussetzung dafür, dass gutes Recruiting überhaupt wirken kann.
EMC Adam begleitet Kliniken, Praxen und MVZ nicht nur bei der Suche nach geeigneten Kandidaten. Wir unterstützen auch dabei, als Arbeitgeber sichtbar und attraktiv zu werden. Das bedeutet, dass wir analysieren, wie eine Einrichtung online wahrgenommen wird, wo Bewerber abspringen und was andere Häuser besser machen. Denn Recruiting-Erfolg hängt heute von zwei Faktoren ab: dem Zugang zu guten Kandidaten und der Fähigkeit, diese Kandidaten zu überzeugen. Beides erfordert im Jahr 2026 eine digitale Strategie.
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